Schröpfen in der Therapie

In Zusammenarbeit mit der deutschenlogo_Tuina TUINA-Akademie Berlin

 

Das sogenannte „Schröpfen“ gehört zu den ausleitenden Heilverfahren
und spielt eine wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Diese Behandlungweise zählt zu den Reiztherapieformen und wird bei
verschiedensten Erkrankungen angewendet. Sie wirkt nicht nur an den
betroffenen Hautarealen sondern auf Organe und den gesamten Organismus.

Die TCM vertritt die Auffassung, dass bestimmte Hautareale (die Akupunkturpunkte)
über die Meridiane mit bestimmten Organen verbunden sind.

Als spezielle Form der Reiztherapie ermöglicht es das Schröpfen,
dass diese Verbindung aktiviert werden und zur Heilung eingesetzt werden können.

Bei einer Schröpftherapie werden spezielle Schröpfgläser auf die Haut gebracht
und eine Saugwirkung mit Feuer erzeugt, wodurch die Durchblutung im betroffenen Gewebe und ganz Körper angeregt wird.

Unterschiedliche Arten der Anwendung:

  • Blutiges Schröpfen (optional): Hier wird die betroffene Hautstelle vorher leicht angeritzt.
  • Trockenes Schröpfen: Die Haut bleibt unversehrt.
  • Schröpfmassage: Die Haut wird vor der Behandlung eingeölt und die Schröpfgläser auf der Haut verschoben.

Wirkungen und Anwendungsgebiete:

  • Die Stoffwechselleistung der Zelle wird aktiviert.
  • Die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe verbessert.
  • Ein lokaler reaktiver pathologischer Lymphstau drainiert und der Tonus der darunter liegenden Muskulatur reduziert.
  • Reizung der Nervenenden und lokale Durchblutungsanregung.
  • Über kutano-viszerale Reflexbahnen kann eine Wirkung auf erkrankte Organe erzielt werden (vgl. Forschungsergebnisse von Head und McKenzie).
  • Immunstimulierende analgetische Wirkung
  • Über die spezifische Reizung des Akupunkturpunktes wird Einfluss auf innere Organe und Funktionskreise genommen.
  • Das Schröpfen kann lokale Fülle-Syndrome entlasten.
  • Pathogen wirksame Faktoren werden aus dem Körper abgeleitet.

Indikationen und Krankheitsbilder:

Im Folgenden einige Beispiele von Erkrankungen, bei denen das Schröpfen häufig Anwendung findet:

  • bei internistische Erkrankungen (Asthma bronchiale, Diarrhoe, Obstipation, Colon irritable, Refluxösophagitis und Gastritis)
  • bei Problemen und Erkrankungen des Stützbewegungsapparat (Cervikalsyndrom, Dorsalgie, Lumbalgien, Impingementsyndrom, PHS)
  • bei psychosomatische Erkrankungen (Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Psychovegetatives Stresssyndrom)
  • bei gynäkologischen Erkrankungen, Mensturationsbeschwerden und in der Geburtshilfe
  • bei Kinder- und Säuglingserkrankungen (Bronchitis, Asthma bronchiale)

 

Kursgebühr

EUR 290,00

Fortbildungspunkte

0 Fortbildungspunkte

Kursdaten

30.11.-01.12.2024

03.05.-04.05.2025

29.11.-30.11.2025

Kursdauer

2 Tage (Samstag-Sonntag) mit 16 UE á 45 Min.

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Unterrichtszeiten

Samstag 09:00-17:00, Sonntag 09:00-15:00 Uhr

Kursleitung

Dr. med. Weizhong Sun: Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Medizinischer Leiter der Deutschen Tuina-Akademie Berlin / Königs Wusterhausen

Adressaten

Physio- und Ergotherapeuten, Masseure/med. Bademeister, Heilpraktiker, Ärzte